Montag, Mai 05, 2014

Schleimer...

Was in aller Welt sind Sliming Pants? Ein Mittel gegen Erkältung?


Ich hätte jedenfalls nicht damit gerechnet, dass "schleimende Hosen" solch reißenden Absatz finden!

Samstag, März 15, 2014

Einführung in die Preiskalkulation

Eine interessante Einführung in die Kalkulation gibt es heute bei Groupon - Kaltschaummatratzen, Made in Germany; Ersparnis: 69 %. Augenfällig ist der Originalpreis des Anbieters in Höhe von 612,- EUR.

Eine Abfrage bei einer Preissuchmaschine zeigt eine Preisspanne von 179,99 bis exakt 612,00 EUR. Die Preise bewegen sich rund um 200,- EUR. Der Abstand der 612,- (das ist der Anbieter, der auch den oben genannten Rabatt gewährt) zum nächst Günstigeren beträgt 253,- EUR.

Wir lernen also, nicht zu wenig draufzuschlagen und dann einen Rabatt von über 50 % zu gewähren. So steigert man den Verkauf und hat vielleicht noch den Mitnahmeeffekt all derer, die sich daran erinnern, dass die teuersten Produkte immer die besten sind.
Screenshot von idealo.de

Donnerstag, Mai 09, 2013

Kiss, Lena, Green Day, Tom Jones - alles schon mal da gewesen

Sidonius der Blaue, ein mittelalterlicher Barde, lieferte schon vor rund 800 Jahren die Vorlagen für bekannte Gassenhauer, wie zum Beispiel "God gave Rock 'n' Roll to you" von Kiss. Zahlreiche Musiker der Neuzeit haben bereits hemmungslos bei Sidonius abgekupfert. Dies fand einer seiner entfernten Nachfahren unlängst heraus.

Ziemlich genial - "Gott gab uns den Minnesang", Sidonius der Blaue:



>> BlueSid

Freitag, März 08, 2013

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not ... wirst du in der Not haben

Eine interessante Studie hat unlängst einen Zusammenhang festgestellt zwischen dem Sparverhalten von Menschen und deren Muttersprache (die Zeit berichtete). Die Forscher berichten, dass in den Regionen eine kulturelle Tendenz besteht, mehr zu sparen, wo Sprachen gesprochen werden, die den Gebrauch von Gegenwartsformen (Präsens) zulassen, um Zukünftiges auszudrücken (wie Deutsch). In Sprachen, die immer Futurformen erfordern, um Zukünftiges auszudrücken (wie alle romanischen Sprachen oder Griechisch), wird statistisch weniger gespart. Besonders auffällig ist dies in Staaten wie Belgien mit Flämisch (und hoher Sparquote) und Französisch (geringe Sparquote). Die Wissenschaftler erklären dies damit, dass den Sprechern, die Präsens für Futur nutzen können, die Zukunft näher beziehungsweise präsenter ist.

Dies ist ein beeindruckendes Beispiel für einen gelungenen Transfer zwischen zwei Wissenschaften, die grundsätzlich wenig Berührungspunkte haben: Linguistik und Volkswirtschaftslehre. Die Erklärung könnte allerdings noch weiter gehen mit der Frage, was zuerst da war. Sprache befindet sich in einem stetigen Wandel. So bleibt zu prüfen, seit wann die deutsche und andere nordische Sprachen den Gebrauch von Präsens für Futur zulassen.

Kulturwissenschaftliche und volkskundliche Studien gehen schon seit längerem davon aus, dass die Kulturen eher sparen und umsichtiger wirtschaften, deren Existenz traditionell von dieser Fähigkeit abhängt; das sind die Volksgruppen, die dort leben, wo man vorsorgen muss, um einen harten Winter zu überleben. In den Regionen rund ums Mittelmeer ist das Klima so mild, dass diese Sorge kaum besteht. Es ist anzunehmen, dass die geographische Notwendigkeit die Kulturen und damit natürlich auch ihre Sprache derart geprägt hat, dass die Zukunft näher ist und deshalb auch durch Präsensformen ausgedrückt werden kann.

(N.B. Wenn jemand einen Link als Referenz/Beleg für letztere Theorie hat, bitte ich um Nachricht, werde auf die Schnelle selbst nicht fündig...)

Freitag, Februar 15, 2013

Neulich beim Billard - oder die Illusion exakter Wissenschaft

Ein Billardcafé irgendwo in Altona: an den Queues drei junge Burschen mit großen nerdigen Brillen und Zwei-, Drei-, Nochmehrtagebärten. Die Hemden kariert, die Schnürsenkel offen. Alle drei sind Akademiker, just nach dem Examen.

Der eine ist Physiker und hat einen gut bezahlten Job, der ihm viel abverlangt. Zum Glück konnte er dieses Treffen mit seinen alten Schulfreunden arrangieren. Er trifft bei kaum einem Stoß, repetiert aber lautstark bekannte Naturgesetze. Als zum ungezählten Mal "Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel" fällt, verlässt eine junge Blonde, mit einer ebenso nerdigen schwarzen Brille, jedoch ohne Bart, das Lokal.

Der andere ist Soziologe, arbeitslos und das trotz der angeblichen Informationsgesellschaft. Er trifft auch nicht, kann aber die Situation präzise erklären. Sein Mitspieler, der soeben die junge Dame vertrieben hat, die er eigentlich beeindrucken wollte, versuchte sein performatives Defizit damit zu kompensieren intellektuelle Überlegenheit zu demonstrieren. Das dadurch entstehende soziale Paradoxon verdoppelt jedoch den Druck der Peergroup: Er spielt nicht nur schlecht Billard, er nervt.

Der dritte ist Bewegungswissenschaftler. Er ist prekär beschäftigt und arbeitet als Trainer für verschiedene Sportarten und gesundheitliche Prävention. Er sagt nicht viel (außer einigen markanten Parolen), trifft aber immer.

Welche Wissenschaft erfolgreich ist, wird hier schnell deutlich. Aber welche Wissenschaft ist im Alltag exakt? Und wer ist damit letztlich erfolgreich? Alle Illusion von Exaktheit verschwindet mit der 8 im letzten Loch. Vielleicht ist es nur ein Appell an alle Vertreter sogenannter "weicher" Disziplinen, sich zu positionieren und interdisziplinär zu arbeiten. Das baut den Druck ab und wahrscheinlich ist der Erfolgt letztlich größer als er in der Konkurrenzgesellschaft vereinzelt je sein könnte.

Freitag, Februar 08, 2013

Virale Sprache oder "Hage ... jemand ze Hage?"

An René Mariks wohl bekanntester Puppe "De Maulwurfn" scheiden sich die Geister. Millionen Zuschauer haben den kleinen etwas gehandicapten Kerl mit der markanten Sprache allerdings bereits ins Herz geschlossen. Und das, was er von sich gibt, hat enormes virales Potenzial. Wie gut sich Running Gags eignen, als Mem weitergetragen zu werden, wurde bereits erläutert.

Fans erscheinen im Büro und entlaven sich vor allen Kollegen mit einem Lauten "Hage! Jemand ze Hage!". Handelt es sich dabei um Vorgesetzte, empfiehlt es sich, kurz an ihnen zu schnüffeln und mit einem "Oh! Cheffn!" zu antworten. Das verbindet.

Viral wird es dann, wenn Außenstehende mithören. Dabei spielt der Überraschungseffekt eine zentrale Rolle: Die Maulwurfn-Sprache ist außergewöhnlich und witzig. Wie dies zu einem Erfolgsmerkmal wird, zeigen einige Sommerhits, die beim ersten Hören erst ein "Was war das denn?" und dann auch bald Interesse provozieren (Ketchup Song, Macarena, ...). Hinzu kommt das Bedürfnis zur In-Group zu gehören. Man macht sich also schlau, lernt diese Sprache und gehört dazu - und das ist der Werbeeffekt für René Marik und seine Truppe. Natürlich gibt es immer auch Abgrenzung, aber die stärkt letztlich nur den Zusammenhalt der In-Group.

Donnerstag, Januar 31, 2013

Social Community Day #scd3

Bereits zum dritten Mal veranstaltete das Grimme Institut am 30. Januar 2013 im Mediapark Köln den Social Community Day. In Panels und Workshops diskutierten Experten und Anwender die aktuellen Möglichkeiten und kritische Aspekte der Social Media – allem voran des größten Social Networks Facebook.

Hauptredner Markus Beckedahl, Betreiber von netzpolitik.de und Mit-Organisator der re:publica, wies auf die Problematik allzu umfangreicher Datenschutzbestimmungen und AGBs bei Facebook hin, die nur ganz wenige Nutzerinnen und Nutzer jemals ganz gelesen haben und die zudem regelmäßig erneuert werden. Schwache Datenschutz- und Urhebergesetze in den USA und Irland, wo Facebook seine Europazentrale unterhält, ermöglichen dem Unternehmen die Verwendung aller Nutzerdaten zu beliebigen Zwecken. Derzeit befindet sich das europäische Parlament im Prozess einer Entscheidung über eine EU-einheitliche Datenschutzgesetzgebung. Facebook und andere Konzerne betreiben bereits aktive Lobbyarbeit gegen eine restriktive Politik, die in ihre Geschäftsmodelle interferieren könnte. Beckedahl betonte die historische Chance für Deutschland, in diesem Prozess ein starkes Datenschutzgesetz durchzusetzen, das die Privatsphäre der Nutzer schützt und vor allem für mehr Transparenz sorgen könnte.

Die Panel-Diskussion „von Machern und Mahnern“ äußerte vor allem Vorbehalte gegenüber der Erstellung von Nutzerprofilen durch die Betreiber sozialer Netzwerke. Der Prozess erweist sich vor allem als zu intransparent: Niemand hat Einblick, welche Daten tatsächlich erfasst und in welcher Form sie weiterverarbeitet werden. Außerdem ist für viele Nutzerinnen und Nutzer kaum erkennbar, wie man dies verhindert. Die Nutzung bleibt also mit Risiken verbunden. Ein grandioser Vergleich gelang Social Media Berater Frank Tentler: „Facebook ist eine Butterfahrt außerhalb der 12 Meilen Zone“. Facebook ist fern von rechtlicher Gängelei (und rechtlichem Schutz), macht aber Spaß. Am Rande wurde das unterschiedliche Empfinden von Privatsphäre angesprochen: verdeutlicht durch das „deutsche Paradox“ von Jeff Jarvis, Blogger und „Vieloffenbarer“, der von der Nacktheit in deutschen Saunen peinlich berührt ist, jedoch generell viele Details seines Lebens offen mitteilt, was wiederum viele Deutsche – sie machen ihre Häuser online unkenntlich – befremden dürfte.

In der zweiten Paneldiskussion „zwischen Selbstbestimmung und Selbstvermessung“ wurde der Hype um Online-Netze relativiert. Mit Themen, die nicht interessieren, wird auch in sozialen Netzwerken keine politische Diskussion entstehen. Die Kommunikationsmöglichkeiten an sich machen Menschen nicht politischer; die „schweigende Mehrheit“ ist auch online sehr groß. Dennoch gelingt zuweilen ein Agendasetting, wie kürzlich bei der Aktion #aufschrei geschehen, an der Massen von Menschen über sexuelle Belästigung diskutierten. Dies begann auf Twitter. Die Beteiligten bewerten Twitter grundsätzlich als politischeren Kanal als etwa Facebook. Die Kommunikation ist öffentlicher und mit weniger Einstiegsaufwand verbunden (etwa muss man nicht „Fan“ von einer Sache werden, um über sie zu diskutieren).

Die Workshops stellten Entwicklungen von Location Based Services und von online geführten politischen Diskussion vor. Durch die massenhafte Verbreitung von Smartphones mit integriertem GPS-Empfänger wird sich die Nutzung ortsbezogener Informationen immer stärker durchsetzen. Der Service mit den umfassendsten Nutzungsmöglichkeiten ist nach wie vor Foursquare. Neuere Nutzungsmöglichkeiten der Location Based Services betreffen „Collaborative Consumtion“. Angebote wie Couch Surfing (unentgeltliche Übernachtungen als Gast in Privatwohnungen, wenn im Gegenzug Gäste aufgenommen werden) oder Car Sharing werden durch mobile Technik und social networking vereinfacht und vergrößern dadurch ihre Nutzerkreise. Auch für aktive Demokratie ist die neue Technik einsetzbar und schafft neue Möglichkeiten. Etwa wäre ein mobil ortsbasiertes Einsammeln von Ideen möglich – per Smartphone-App unter der Frage „Was könnte die Kommune hier besser machen?“.

>> Workshops:
social-community-day.de/...-social-insurance-social-travelling
social-community-day.de/...mitmachen-gefragt
>> #scd3

Montag, Mai 07, 2012

Do you speak... ?

Amy Walker ist talentiert. Ihr Talent besteht darin, mehr als 21 Akzente zu sprechen:

Dienstag, Dezember 20, 2011

Sir Ken Robinson: Changing Education Paradigms (RSAnimate)

Dieses Video zum Thema Bildung ist einfach genial, inhaltlich wie formal:

Montag, Dezember 12, 2011

Vom neuen "Prost" zum neuen "Ich liebe dich"

Oder wie es ein plattdeutscher Trinkspruch
nach Hollywood schafft

"Ich sehe dich!" ist eine herzliche Begrüßung auf Na'vi, der Sprache der blauen Damen und Herren im Blockbuster Avatar. Man muss kein Ammerländer sein, um einen traditionellen plattdeutschen Trinkspruch rauszuhören. Und dort geht es noch weiter:

Ik seh di! - Dat freit mi!
Ik sup di to - Dat do!
Proost!
Ik heb di to sapen! - Hest’n rechten Drapen!
So hebbt wi dat jümmer doe’n! -
so schall dat og wiedergahn!

Weil James Cameron politisch korrekt auf den weiteren Text und entsprechende Getränke verzichtet hat, wird das schöne "ich seh' dich" schon zum neuen "ich liebe dich" erklärt. Sprache wandelt sich.

Montag, November 28, 2011

Der Eremit

Einen entpflichteten Professor kurzerhand zum Einsiedler machte heute die Süddeutsche Zeitung:


Ein netter Tippfehler.

Mittwoch, Oktober 26, 2011

Moderne Kaffeespezialitäten

Für echte Gourmets gibt es nur eines: handgefiltert. Nichtsdestotrotz lohnt sich immer die Anschaffung moderner Geräte.


Freitag, Oktober 21, 2011

False Friends II: Leichtes Tellergericht, asiatisch

Bei diesem "Instant Teller" handelt es sich nicht um Tütensuppe, eher um knisternde Scheine...